Am Samstag, den 20.10.2012 fand die jährliche Jahreshauptübung der Feuerwehr Salem statt. Als Übungsobjekt hatten sich die Verantwortlichen Kameraden dieses Jahr für das Altersheim Wespach, nach der fertiggestellten Modernisierung, ausgesucht.
Den Beginn der diesjährigen Übung machte wieder die Jugendfeuerwehr Salem unter der Leitung des Jugendwartes Stefan Karg. Die Jugenfeuerwehr hatte sich auch in diesem Jahr wieder eine schöne Hütte gebaut mit deren Hilfe ein Wohnhausbrand simuliert wurde. Nachdem die jungen Kameraden an der Einsatzstelle angerückt waren wurde ruhig aber zügig mit dem Aufbau des Löschangriffes begonnen. Bereits nach kurzer Zeit hatten unsere jungen Kameraden einen Löschangriff mit 3 Rohren und einer Wasserversorgung aus einem Hydranten aufgebaut.
Für die Übung der aktiven Kameraden der Feuerwehr Salem, welche im Anschluss an die Übung der Jugendfeuerwehr, begonnen hat, hatten sich die Verantwortlichen folgende Ausgangslage ausgedacht. Im 1. Obergeschoss des Neubaus sind in einem Lagerraum Kartonagen in Brand geraten. Die installierte Brandmeldeanlage löste aus und die integrierte Leitstelle hat aufgrund dieser Meldung die Alarmierung der Feuerwehr Salem gemäss der hinterlegten Alarm- und Ausrückeordnung veranlasst.
Das vorhandene Pflegepersonal begann sogleich mit der Evakuierung des betroffenen Bereichs, wie es in den Alarmplänen für das Altersheim Wespach hinterlegt ist. Aufgrund der starken Rauchentwicklung konnte das Personal jedoch nicht mehr alle Bewohner rechtzeitig in Sicherheit bringen, so dass Einsatzleiter Mike Keller nach seiner ersten Erkundung durch die Heimleitung erfahren musste, dass noch insgesamt 7 Personen vermisst werden, von den 2 Bewohner bettlägerig sind und mindestens eine Person auf Unterstützung beim Laufen angewiesen ist.
Aufgrund dieser Lage entschied sich der Einsatzleiter über die Leitstelle Vollalarm für die Feuerwehr Salem auslösen zu lassen und gleichzeitig auch die Drehleiter und den Gerätewagen Atemschutz von der Feuerwehr Markdorf zu alarmieren.
Nachdem die ersten Einsatzfahrzeuge und die Führungsgruppe an der Einsatzstelle eintrafen wurden rasch die benötigten Einsatzabschnitte eingeteilt und die Rettung der vermissten Personen wurde von zwei Seiten sowie über die Drehleiter Salem eingeleitet. Aufgrund der vorhandenen Rettungsunterlagen unter jedem Bett des Altersheimes ist es für die eingesetzten Atemschutzkräfte recht einfach die beiden bettlägerigen Bewohner zu retten und an die Bereitschaft des Roten Kreuzes zur weiteren Behandlung zu übergeben.
Nachdem die vermissten Personen recht zügig lokalisiert und gerettet werden konnten, konnte sich der Einsatzleiter auf die nächsten Maßnahmen zu Brandbekämpfung im Inneren des Gebäudes durch die eingesetzten Atemschutztrupps konzentrieren. Nach gut 45 Minuten konnte dann auch die erste Lagebesprechung mit allen Gruppenführen durchgeführt werden um die bisherigen Maßnahmen zu erläutern und die nächsten Schritte zu besprechen.
Bei der anschließenden Manöverkritik im Gerätehaus Salem konnte Kreisbrandmeister Henning Nöh zunächst nur Lob an die Jugendfeuerwehr für die erbrachte Leistung aussprechen. Im Hinblick auf die Übung der aktiven Kameraden fand er auch meistens nur Lob und gab auch noch einige Anregungen für die Zukunft um die Schlagkraft an diesem Objekt noch zu verbessern. Richtung dem Einsatzleiter Mike Keller zollte Kreisbrandmeister Henning Nöh Respekt für die erbrachte Leistung bei seinem ersten Einsatz in dieser Position und bei solch einer Lage. Auch Bürgermeister Manfred Härle zollte den größten Respekt für die erbrachte Leistung aller Teilnehmer an dieser Übung und dankte auch allen für Ihren Einsatz im Ehrenamt.