Freiwillige Feuerwehr Salem


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Unwettergefahren


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Berichte

Die Kälte der letzten Wochen hat im Süden Deutschlands viele Seen und Bäche zufrieren lassen. Auch in Salem sind die Weiher mit einer Eisschicht bedeckt. Dies zieht viele Menschen an, die zu Fuß oder „eislaufender“ Weise die zugefrorenen Seen nutzen. Doch nicht immer zeigt sich das Eis als tragfähig genug und die Gemeindeverwaltungen erlassen Verbote, die Eisflächen zu begehen. Aber was, wenn trotz Verbot sich Menschen aufs Glatteis wagen und einbrechen? Dann müssen sie ran, die Einsatzkräfte von Feuerwehren, Rettungsdiensten und DLRG. Die Feuerwehr Salem hat am Wochenende den Fall der Fälle geübt. Jürgen Nell, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Salem und Übungsleiter: „Wir können natürlich die Eisrettung nur dann üben, wenn wir einen zugefrorenen See haben. Und das ist nun mal nur bei Kälte möglich…“. Kalt war es den übenden Floriansjüngern aber nicht, sie kamen recht schnell ins Schwitzen. Eingesetzt wurden eine Schlauchboot mit Eisschlitten, zwei Leiterteile und eine Rettungswanne. „Wichtig ist unsere eigene Sicherheit“, so Nell. „Es nützt niemanden, wenn wir selber bei der Rettung einbrechen“! Und so versuchen die Retter, ihr Gewicht möglichst gleichmäßig auf der Eisfläche zu verteilen und die zu rettende Person auf dem kürzesten Weg in Sicherheit zu bringen. Unter den zahlreichen Augen der Zuschauer gelang es mehrfach, eine 80 Kilogramm schwere Puppe innerhalb kürzester Zeit zu retten und an Land zu bringen. Im Ernstfall würde hier der Rettungsdienst die weitere Versorgung des Verletzten übernehmen. Passanten, welche Zeuge eines Eisunfalls werden, sollten umgehend die Rettungskräfte unter der einheitlichen Notrufnummer 112 alarmieren und auf keinen Fall versuchen, selbst auf dem Eis Hilfe leisten zu wollen. Ohne die richtigen Hilfsmittel würden sie sich unweigerlich selbst in Lebensgefahr begeben.