Freiwillige Feuerwehr Salem


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Abt. Mimmenhausen


Aus der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Mimmenhausen: Bevor die selbstständige Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Mimmenhausen begann, kam es 1865 zur einer Gemeinschaftsgründung der Freiwilligen Feuerwehr Salem-Mimmenhausen aus den damals eigenständigen Gemeinden Salem und Mimmenhausen. Zum Kommandanten der neuen Feuerwehr Salem-Mimmenhausen wurde Werkmeister August Haaf aus Salem und als stellv. Kommandant Schmiedemeister Louis Braunwarth aus Mimmenhausen gewählt. Anstoß hierzu war ein Großbrand im Frühjahr 1864 in Mimmenhausen, bei dem zwei Gebäude des landwirtschaftlichen Anwesens Anton Meschenmoser (später Hofgut Wegis) vernichtet wurden. Das übrige Dorf konnte jedoch durch die per Feuerreiter herbeigerufenen, geübten und disziplinierten arbeitenden Männer der Feuerwehren von Meersburg und Wintersulgen vor dem Feuer bewahrt werden. Die in der Nähe liegende Lohgerbe Ackermann war mit ihren Rindenvorräten in großer Gefahr. Die neue gemeinsame Wehr organisierte sich bei ihrer Gründung in zwei Abteilungen:
1. Abteilung: Rettungsmannschaft - Einreißer und Arbeitsmannschaft - Steiger, Austräger und Wachmannschaft
2. Abteilung: Spritzenmannschaft - Schlauchführer - Pumper - Wasserleute und Buttenträger


Am 19. Juni 1866 rückte die Wehr zum ersten Brand nach Pfullendorf aus. Beförderungsmittel waren Leiterwagen und Pferde, weshalb die Floriansjünger aus dem unteren Salemertal nicht mehr wesentlich zum Einsatz kommen konnten. Der Brand in Weildorf am 13. November 1866 erforderte erstmals so recht den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Salem-Mimmenhausen, den die Wehrmänner erfolgreich durch Ausdauer beim Löschen an der Handspritzenpumpe und Mut meisterten. Im Jahre 1877 kam es zu einer friedlichen Trennung der beiden Wehren, so dass die Freiwillige Feuerwehr Mimmenhausen sich als eigenständige Feuerwehr am 01. September 1877 gründete. Anlass war vorwiegend der Bevölkerungszuwachs und der Wunsch nach einer eigenständigen Wehr in den beiden Gemeinden Salem und Mimmenhausen. (Mündliche Überlieferungen berichteten als Grund der Trennung eher von einem Streit bei einer gemeinsamen Übung auf der Postbrücke zwischen Salem und Mimmenhausen, bei dem die gemeinsame Spritzenpumpe zurückblieb und diese von der markgräflichen Verwaltung abgeholt werden musste.) Die aktive Mannschaft bestand damals aus 50 aktiven Wehrmännern und 37 passiven Mitgliedern. Zum ersten Kommandanten wurde Leopold Nell gewählt, welcher bereits 1875 das Kommando innehatte. An Ausrüstungsgegenständen standen der Wehr eine Handdruckspritze aus dem Jahr 1845 sowie Steigleitern, Dachleitern, Wasserbutten, Wasserschapfen, Schläuche und anderes Einsatzmaterial zur Verfügung. Bei der Gründung wurden außerdem 6 Pfeifen, 3 Rufhörner und eine Trommel zur Alarmierung beschafft.
In den folgenden Jahren setzte man die Anschaffung einer Saugspritze zum Ziel und die dazu gemachten Bemühungen wurden am 28. April 1891 von Erfolg gekrönt. An diesem Tag lieferte die Firma „Friedrich Blersch Glocken-Metall und Eisengießerei“ in Überlingen der Freiwilligen Feuerwehr Mimmenhausen eine Saugspritze zum Preis von 1500 Mark.


1907 trat Leopold Nell nach 32 Amtsjahren als Kommandant zurück. Zu seinem Nachfolger wurde Max Knecht gewählt. Während des Ersten Weltkrieges wurde die Wehr durch die Mobilmachung stark dezimiert und in ihrer Einsatzfähigkeit stark eingeschränkt. Zusätzliche Aufgaben kamen noch auf die Feuerwehr zu. So musste zum Beispiel das Korps während des Krieges die Bahnwache übernehmen. Nach Kriegsende wurde die Wehr neu aufgestellt. Das Kommando blieb in den Händen von Max Knecht. Da sich im Ersten Weltkrieg auch die Reihen der Musikkapelle Mimmenhausen arg lichteten und diese kurz vor der Auflösung stand, gliederte sich diese im Jahre 1925 als Feuerwehrmusik in die Reihen der Freiwilligen Feuerwehr Mimmenhausen ein. Dirigent damals August Bartmann. Erst 1959 erlangte die Musikkapelle Mimmenhausen unter Dirigent Hermann Männer ihre Eigenständigkeit wieder zurück. (Siehe www.musikverein-mimmenhausen.de // Musikverein // Chronik).
Am 26. Juli 1925 feierte die Wehr ihr 60jähriges Gründungsjubiläum. Im Jahr 1933 erlitt Kommandant Knecht einen Unfall und musste sein Amt aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Zum neuen Wehrführer wurde Karl Rauch gewählt, welcher bis zum Kriegsbeginn 1939 das Amt innehatte. Die Führung wurde dem 2. Wehrführer Willi Seeger übertragen, welcher bis 1946 im Amt war. Während der Kriegszeit 1939 bis 1945 wurden viele Wehrmänner eingezogen und die Wehr wurde immer kleiner. Schließlich sah man sich zu Dienstverpflichtungen gezwungen um die Wehr noch einsatzfähig zu halten. Der Zweite Weltkrieg lichtete die Reihen der Wehrmänner durch Einberufung zum Wehrdienst oder Zwangsbeschäftigung in der Industrie sehr stark, so dass schon ausgeschiedene Wehrmänner wieder zum aktiven Dienst herangezogen und eine Frauengruppe aufgestellt wurde. Um den Löscherfolg im Brandfall zu steigern, schaffte sich die Wehr in dieser Zeit eine neue Magirus-Motorspritze an. Somit konnte nun Wasser schnellst möglichst und in kürzester Zeit zum Brandobjekt befördert werden.


Nach Kriegsende löste die französische Militärregierung im Zuge der Entnazifizierung die bestehende Wehr auf. Um den Brandschutz dennoch zu gewährleisten, schaffte es die Gemeinde Mimmenhausen, eine neue Löschmannschaft aus zwei Gruppen zu je 9 Mann zu gründen. Größere Gruppierungen ließen die französischen Besatzer vorerst nicht zu. Der Gemeinderat bestimmte Josef Weber zum neuen Kommandanten. Erst im Jahr 1950 konnte die Wehr erweitert und damit die Einsatzbereitschaft wieder verbessert werden. Durch den Bau der Wasserleitung 1951 und die damit verbundene Möglichkeit Schläuche an Hydranten anzuschließen verbesserte die Einsatzbereitschaft der Wehr erheblich und man war jetzt nicht mehr nur auf das Wasser der Salemer Aach als Löschwasserquelle angewiesen. 1955 gab Kommandant Josef Weber aus Altersgründen sein Amt ab. Aufgrund seiner Verdienste ernannte die Gemeinde ihn zum Ehrenmitglied. Als Nachfolger von Josef Weber wählten die Floriansjünger Fritz Heilig.


1958 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Mimmenhausen ihre neue Motorspritze TS 8/8, welche zur Jahresabschlussprobe am 27.09.1958 zum ersten Einsatz kam. Im Jahre 1965 feierte die Freiwillige Feuerwehr ihr 100jähriges Bestehen. Diese Festtage unter Schirmherrschaft SKH Max Markgraf von Baden wurden noch dadurch aufgewertet, dass der Kreisfeuerwehrtag mit dem Mimmenhauser Gründungsjubiläum verbunden wurde. Gleichzeitig fand neben der Fahnenweihe der Feuerwehrfahne Mimmenhausen auch die Leistungswettkämpfe der Feuerwehren des damaligen Landkreises Überlingen in Mimmenhausen statt. Kommandant Fritz Heilig trat 1971 aus gesundheitlichen Gründen nach 16jähriger Dienstzeit als Wehrführer zurück. Die Feuerwehrversammlung wählte am 13.03.1971 einstimmig als Nachfolger Hermann Degen und Fritz Heilig wurde zum Ehrenkommandant ernannt.


Im Zuge der Gemeindereform wurde 1972 die Freiwillige Feuerwehr als eigenständige Abteilung in die neu aufgestellte Freiwillige Feuerwehr (der Großgemeinde) Salem übernommen. Als neuer Gesamtkommandant der neu aufgestellten Wehr wurde der bisherige Kommandant von Mimmenhausen Hermann Degen gewählt. Infolge dieser Berufung übernahm bei der Jahreshauptversammlung am 28.03.1974 Gebhard Kretzer die Führung der Abteilung Mimmenhausen. Am 13.07.1979 vernichtete ein Großbrand das Ökonomiegebäude der Familie Baur in der Bodenseestraße. Das Vieh konnte gerettet werden doch die Stallungen fielen trotz der Zusammenarbeit der Feuerwehr aus Salem und Mimmenhausen dem Brand zum Opfer. Am 22.08.1979 wurde die Abteilung Mimmenhausen zu einem Brand im Feuchtmayerhaus gerufen. Durch mysteriöse Umstände geriet dort ein mit Stroh beladener Leiterwagen in Brand. Dieser konnte jedoch schnell heraus gezogen und Schlimmeres verhindert werden.


Bei der Jahreshauptversammlung am 07.03.1980 wurde Martin Weber im Bräuhaus Mimmenhausen zum neuen Abteilungskommandanten gewählt. Am 04.09.1980 heulten gegen 21Uhr die Sirenen, da bei August Müller in der Bodenseestraße die Stallung brannte. Durch rasches Eingreifen und mit Hilfe der Wehr aus Uhldingen-Mühlhofen konnte das Feuer gelöscht werden. Im Jahre 1982 bekam die Abteilung Mimmenhausen das Löschfahrzeug LF8, welches bis dato in Neufrach stationiert war. Vom 25.10 bis 26.10.1986 fuhr die Abteilung zur Feuerwehr Fichtenau anlässlich der Einweihung ihres neuen Gerätehauses, zu der wir noch lange eine freundschaftliche Beziehung pflegten. Durch den Umzug der Fahrzeuge ins neue zentrale Gerätehaus in die Schloßseeallee am 14.12.1987 gab die Abteilung Mimmenhausen ihr bisheriges Gerätehaus im Hardmannweg auf und zog mit ihrem LF8 ins neue Domizil um. Im zentralen Gerätehaus übernahm nun die neugebildete Gesamtwehr die Verantwortung über die Einsatzfahrzeuge aus den Abteilungen Mimmenhausen, Neufrach und Salem. Somit hatte die Abteilung kein eigenes Einsatzfahrzeug mehr.


Von nun an war die Abteilung Mimmenhausen keine eigenstände Einsatzabteilung mehr, sondern bildete mit den Abteilungen Neufrach und Salem, verstärkt durch Kameraden aus weiteren Teilorten der Gemeinde Salem die zwei Einsatzzüge der Gesamtwehr. Vom 14.05. bis 16.05.1988 fand die Gerätehauseinweihung und zudem der Kreisfeuerwehrtag statt. Einer Einladung zum 105jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Wald am Arlberg folgte die Abteilung Mimmenhausen am 13./14.08.1988, zu der die Wehrmänner aus Mimmenhausen eine freundschaftliche Beziehung pflegten. Am Wochenende des 15./16.06.1991 feierte die Freiwillige Feuerwehr Salem, Abteilung Mimmenhausen ihr 125jähriges Jubiläum. Im Rahmen dieses Festes fand auch die Fahrzeugweihe des neuen Schlauchwagens SW2000 statt. Bei der Generalversammlung am 03.01.1982 wählte die Versammlung Jürgen Nell zum neuen Kommandanten und löste somit Martin Weber nach 12 Jahren Amtszeit ab. Im Zeitraum von 1993 bis 1994 suchte eine Anzahl von Brandstiftungen die Gemeinde Salem heim. Zu erwähnen ist hierbei, dass auch in Mimmenhausen Feuer gelegt wurden: Ein unbewohntes Gebäude in der Bodenseestraße, zweimal die Gärtnerei Bücheler ebenfalls in der Bodenseestraße, eine Garage hinter dem Bräuhaus, ein Abbruchhaus im Hardmannweg, im Vereinsheim des Kleintierzuchtvereins und im Altenteiler-Haus des einstigen Abteilungskommandanten Martin Weber. Am 04.07.1994 brannte es in einem Wohnhaus im Kasernenösch. Ungefähr vier Jahre später am 27.03.1998 kam es zum Wohnhausbrand bei der Familie Viellieber im Lindenweg und bis zum Jahre 1999 gab es einen weiteren Wohnhausbrand in Mimmenhausen.


Am 10.03.1995 trat die erste Frau in die Abteilung Mimmenhausen ein. Aufgrund seiner Verdienste wurde Martin Weber am 15.03.2002 zum Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Salem, Abteilung Mimmenhausen ernannt. Im Jahre 2004 wählte die Generalversammlung der Gesamtwehr Salem Jürgen Nell zum zweiten stellv. Gesamtkommandanten. Ein Großbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens in der Rebhalde zerstörte trotz raschen Eingreifens der Freiwilligen Feuerwehr Salem und weiteren Nachbarwehren am 18.07.2010 zwei Gebäude. Ein drittes benachbartes Gebäude in der Bodenseestraße erlitt leichte Schäden an der Fassade. Nach seiner Wahl im Jahre 2014 zum ersten stellv. Gesamtkommandanten stand Jürgen Nell nach 22 jähriger Tätigkeit als Abteilungskommandant nicht mehr zur Verfügung. Als Nachfolger wählte die Versammlung Tobias Bregenzer. Im Jahre 2014 kam es zu weiteren drei Bränden in Mimmenhausen, am 26.01.2014 ein Zimmerbrand in der Kolpingstr., am 20.03.2014 ein Dachstuhlbrand eines Mehrfamilienhauses in der Abt Vitus Strasse und am 07.09.2014 ein Zimmerbrand in einem Mehrfamilienhaus am Fohrenbühl. Alle Brände konnten durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr erfolgreich bekämpft werden. Das 150jährige Jubiläum fand gemeinsam mit der Abteilung Salem am 15. bis 18. Mai 2015 im zentralen Gerätehaus bei schönem Wetter statt. Gleichzeitig fanden die historischen Spritzenwettkämpfe und der Wettkampf „Jugendflamme“ der Jugendfeuerwehren aus dem Bodenseekreis im Schloß Salem statt. Abgerundet wurde die Jubiläumsfeier mit dem Kreisfeuerwehrtag und dem historischen Feuerwehrumzug durch Mimmenhausen, an dem sich viele weitere Feuerwehren aus dem Bodenseekreis und aus den Nachbarkreisen beteiligten. 2016 trat Kommandant Tobias Bregenzer aus beruflichen Gründen zurück und die Versammlung wählte am 04.03.2016 einstimmig Klaus Reich zum neuen Kommandanten. In der Jahreshauptversammlung 2017 der Abteilung wurde Stefan Amann nach Rücktritt von Pierre Moll zum neuen stellvertretenden Abteilungskommandant und Daniel Kuhn zum Kassier gewählt.

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